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Sachgebiet Versicherung

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Erwin Grangl

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Beschreibung des Sachbereiches

Als sich der Wunsch der Menschen nach einer geordneten Bekämpfung von Schadensfeuern in der Gründung der ersten Freiwilligen Feuerwehren manifestierte, wurde schnell klar, dass sich die Mitglieder dieser Löschtruppen einer großen Gefahr aussetzten, im Einsatz verletzt oder gar getötet zu werden.

Im Gründungsjahr des Steirischen Landesfeuerwehrverbandes, 1870, war neben der technischen Normierung und der Vertretung der Standesinteressen der Feuerwehren auch die Unterstützung verunglückter Feuerwehrmänner ein vorrangiges Ziel.
Mit Landesgesetz vom 23.12.1884 wurde die Beitragsleistung der Feuerversicherungsunternehmen für das Feuerlöschwesen geregelt. Aus diesem neu entstandenen Landes-Feuerwehrfonds wurden unter anderem auch verunglückte Feuerwehrmitglieder versorgt. Am Landesverbandstag des Jahres 1920 in Bruck/Mur wurde beschlossen, einen „Hilfsschatz für verunglückte und in Not geratene Feuerwehrkameraden“ zu gründen.

Zu Ende dieses bedeutungsvollen Jahres gehörten dem steirischen Landesverband 36 Bezirksverbände mit 527 Feuerwehren und 17.666 Feuerwehrmännern sowie 54 Rettungsabteilungen mit 1.350 Rettungsmännern an.

Ein Meilenstein in der Geschichte der steirischen Feuerwehren war zweifellos das Jahr 1950. Mit Inkrafttreten des ersten Landesfeuerwehrgesetzes erhielten die Feuerwehren den Status von Körperschaften öffentlichen Rechtes, was sie aus den Zwängen des Vereinsgesetzes befreite. Im Burgenland, in Oberösterreich und Salzburg war dies bereits 1935 gelungen, in Niederösterreich erst 1970!!

Aufbauend auf diesen gesetzlichen Voraussetzungen gelang es in den letzten vier Jahrzehnten dank größter Umsicht der Landesfeuerwehrkommandanten, den Versicherungsschutz der steirischen Feuerwehrmänner, zu denen sich in den letzten Jahren auch immer mehr Frauen gesellt haben, nicht nur zu halten, sondern ständig auszubauen und zu verbessern.

Die Steiermark zählt heute mit über 50.000 Feuerwehrmitgliedern in 779 Feuerwehren zu den Vorzeige-Bundesländern Österreichs. Von diesem Mannschaftsstand sind mehr als 49.000 Kollektiv - Unfall versichert, 99 % der steirischen Feuerwehren sind zusätzlich beim Hilfsschatz versichert. Der Haftpflichtversicherung sind mehr als 98 % der Feuerwehren beigetreten und über 2.200 Einsatzfahrzeuge sind über das Paket vom Landesfeuerwehrverband KFZ-Haftpflicht, -Vollkasko- und –Rechtsschutz versichert.

Eine wesentliche Aufgabe der Zukunft wird nicht nur die Unterstützung verunglückter Kameraden sein, sondern auch die Verhütung von Unfällen im Feuerwehrdienst wird zu den vorrangigen Anliegen gehören. Ist die Unterstützung ja ohnehin bestens geregelt, so ist jeder Einzelne in der Feuerwehr aufgefordert, durch überlegtes Handeln, gute Ausbildung und entsprechende Vorsicht seinen Beitrag zur Unfallverhütung zu leisten.